Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) – Für soziale Demokratie

Soziale Demokratie gestalten

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ist eine deutsche politische Stiftung, die den Werten der Sozialdemokratie verpflichtet ist. In Deutschland und weltweit setzen wir uns dafür ein, die Demokratie zu stärken, soziale Gerechtigkeit zu fördern und eine inklusivere gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Dies geschieht durch Analyse, Dialog und Zusammenarbeit mit einem breiten Netzwerk von Partnern aus Politik, Gewerkschaften, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Unsere Arbeit basiert auf der Überzeugung, dass wirtschaftliche, soziale und politische Veränderungen gerecht gestaltet werden müssen und dass Demokratie nicht nur ein institutionelles System ist, sondern eine gelebte Praxis, die auf Rechten, Chancen und gemeinsamer Verantwortung beruht. Deshalb befassen wir uns mit zentralen Themen wie sozialem Zusammenhalt, Ungleichheit, der Zukunft der Arbeit, der digitalen und ökologischen Transformation, Geschlechtergerechtigkeit sowie Fragen von Frieden und Sicherheit.

Menschen vernetzen

Wir fördern den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen politischen, sozialen und kulturellen Akteuren, die zur Stärkung von Demokratie und sozialer Gerechtigkeit beitragen. Über unser internationales Netzwerk schaffen wir Räume für Austausch und Zusammenarbeit auf lokaler, europäischer und globaler Ebene.

Politische und gesellschaftliche Teilhabe stärken

Demokratie zu stärken bedeutet auch, Teilhabe zugänglicher und inklusiver zu gestalten. Deshalb fördern wir Formate der Bildung, des Austauschs und der öffentlichen Diskussion für alle, die gesellschaftliche Entwicklungen besser verstehen und sich aktiv einbringen möchten.

Gesellschaftliche Entwicklungen analysieren

Wir analysieren politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen aus einer progressiven und politiknahen Perspektive. Mit Studien, Publikationen und Diskussionsformaten leisten wir einen Beitrag zu einer fundierten öffentlichen Debatte.

Junge Menschen und Bildung fördern

Soziale Demokratie setzt gleiche Chancen und einen fairen Zugang zu Bildung voraus. Die FES unterstützt Bildungs- und Förderprogramme, insbesondere für junge Menschen, und stärkt Kompetenzen, Vielfalt und soziale Mobilität.

Geschichte und demokratisches Erbe bewahren

Die Stiftung trägt den Namen von Friedrich Ebert, dem ersten demokratisch gewählten Reichspräsidenten Deutschlands. Ihre Geschichte ist eng mit der Entwicklung der Sozialdemokratie und der Gewerkschaftsbewegung verbunden und steht für den Einsatz für starke und inklusive demokratische Institutionen.

Wirkung entfalten

Gemeinsam mit Partnern setzen wir Impulse und entwickeln konkrete Initiativen. Dabei reflektieren wir unsere Arbeit kontinuierlich und passen unsere Ansätze an, um wirksam auf gesellschaftliche und politische Herausforderungen zu reagieren.

Mehr über die FES erfahren

Zum Selbstverständnis der Politischen Stiftungen

Wir über uns

Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist seit 1973 in Italien tätig.

Die FES Italien hat drei aufeinander verwiesene strategische Funktionen im deutsch-italienischen Dialog, der in europäischer Perspektive geführt wird:

Information und Analyse

Mittels zahlreicher Analysen, Briefingpaper, Expertisen und Studien informiert die FES Italien vielfältig zu aktuellen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen in Italien.

Vernetzung und Verflechtung

Es ist das Anliegen der FES Italien, Entscheidungsträger_innen beider Länder aus Politik, Gewerkschaften, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in Dialog zu bringen, zusammenzuführen und zu vernetzen.

Diskurs und Dialog

Information und Analyse sowie Vernetzung und Verflechtung sind wichtige Voraussetzungen für einen ergebnisorientierten Diskurs und internationalen Dialog zwischen Deutschland und Italien, der in europäischer Perspektive geführt wird. Mit ihren Maßnahmen (in Form von Tagungen, Seminaren, Foren, Dialogprogrammen, Hintergrundgesprächen etc.) ermöglicht die FES Italien eine Verständigung über die jeweiligen Positionen mit dem Ziel der Entwicklung von gemeinsamen Positionen in zentralen Politikfeldern.

Unsere Themen

Demokratie und Partizipation in Italien

Italien und seine Demokratie enttäuschen nie: Wer wissen will, was womöglich morgen politisch in Europa oder in der westlichen Welt passieren wird, kommt nicht umhin, sich die Situation Italiens anzuschauen. Faschismus, Berlusconismus, rechtsextremer Populismus, Bewegungen und Online-Demokratie sind einige Beispiele, die Italien zu einem echten politischen Laboratorium machen. Ein Laboratorium, das oft Neuheiten, plötzliche Kurswechsel und Koalitionen aus gegensätzlichen Partnern hervorbringt.

In diesem komplexen Kontext versteht sich das italienische Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung nicht nur als Bindeglied zwischen sozialdemokratisch organisierten Parteien, sondern möchte tief in die Gesellschaft und die unterschiedlichen regionalen Realitäten einwirken. Mit Partner_innen aus Politik, Gewerkschaftsbewegung und breiterer Gesellschaft, die unser Verständnis von Demokratie, Gerechtigkeit und gleichberechtigter Teilnahme teilen, schaffen wir so Räume für neue Debatten und Diskurse.

Zu den Projekten, die derzeit im Mittelpunkt unserer Bemühungen liegen, gehören der Schutz der Demokratie in all ihren Formen, die Förderung der Informationsfreiheit, die Gleichstellung der Geschlechter, die Aufmerksamkeit für die wachsende sozio-ökonomische Ungleichheit und ein besonderes Engagement gegen die schleichende Normalisierung der Rechtsextremisten.

Um diesen Entwicklungen progressive Ideen entgegenzusetzen, unterstützen wir zusammen mit politischen Partner_innen und Aktivist_innen der italienischen Zivilgesellschaft Kampagnen, Veranstaltungen und Publikationen.

Sicherheit und Frieden in Europa

Eine starke, solidarische und friedliche Europäische Union ist die Grundlage für Frieden, Wohlstand und Stabilität auf dem gesamten Kontinent. Besonders in Zeiten globaler Krisen, wie etwa der Pandemie oder dem Krieg Russlands gegen die Ukraine, zeigt sich, wie wichtig es ist, dass Europa zusammenhält und sich gegenseitig unterstützt. Italien, als eines der Gründungsmitglieder der Europäischen Union, spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

Seit der Gründung der EU haben Italien und Deutschland bei der Vertiefung der europäischen Integration eng zusammengearbeitet. Auch wenn für beide Länder die EU eine zentrale Bedeutung für Sicherheit und Wohlstand hat, haben sich während der Finanzkrise, der Flüchtlingskrise und verstärkt seit dem Regierungsbeginn von Giorgia Meloni verschiedene Vorstellungen eines gemeinsamen Europas herauskristallisiert.

Für die Sozialdemokratie ist ein starkes Europa eines, das den Dialog und die Zusammenarbeit fördert. Ein Europa, in dem Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gefördert und Menschenrechte um jeden Preis gewahrt werden. Ein Europa, in dem Vermögen und Einkommen sozial gerecht verteilt sind und die Wirtschaft für die Menschen im Einklang mit der Umwelt arbeitet und nicht gegen sie. Ein sicheres und friedliches Europa, das auf Zusammenarbeit und Kooperation setzt.

Die nächsten Jahrzehnte werden geprägt sein von zunehmenden Spannungen zwischen Europa als sicherheitspolitischem Akteur auf der einen und einem ökonomisch bedeutenden Akteur auf der anderen Seite. Die sich abzeichnenden Konfrontationen zwischen den USA und China können für Europa nur bedeuten enger zusammenzurücken, gemeinsame Positionen zu erarbeiten und zu vertreten und damit die europäische Integration voranzutreiben.

Vor diesem Hintergrund bemüht sich die FES in Italien um eine Intensivierung des Dialogs, um Verständnis für die jeweiligen Sichtweisen herzustellen und auf dieser Basis gemeinsame Positionen zur Stärkung der EU, der Eurozone und der Beziehungen zu Italien zu entwickeln.

Sozialökologische Transformation

Die Wirtschaft und mit ihr die Arbeitsrealitäten der Menschen werden sich in den nächsten Jahren in Europa und weltweit radikal verändern. Durch die voranschreitende Digitalisierung, die verstärkte Nutzung von Künstlicher Intelligenz und den absolut notwendigen Verzicht von fossilen Energien wird die Welt der Arbeit einen revolutionären Umbruch erleben.

Deutschland und Italien sind die beiden wichtigsten Industrieproduzenten in der EU und der Eurozone. Zudem sind ihre Industrien stark miteinander vernetzt. In beiden Ländern ist jedoch die Zukunft prosperierender Industrien keineswegs gesichert. Neben den strukturellen Herausforderungen von Digitalisierung und KI steht die Aufgabe, mit der ökologischen Wende in der Energiepolitik adäquat auf die Klimakrise zu antworten. Hierbei muss es vor allem darum gehen, Lösungen herauszuarbeiten, die den technologischen Wandel zu einer Ressource statt zur Bedrohung für die arbeitenden Menschen werden lassen. Vor diesem Hintergrund unterstützt FES Büro Rom einen intensiven Dialog zwischen den Gewerkschaftsbünden CGIL und DGB mit dem Ziel, gemeinsame Antworten herauszuarbeiten und auf ihrer Grundlage die wirtschafts-, industrie- und sozialpolitischen Diskurse in Deutschland und Italien ebenso wie in der EU aktiv zu orientieren.

Zudem arbeiten wir auch mit Nachhaltigkeitsorganisationen zusammen, um durch Veranstaltungen, Austauschformate und Forschungsvorhaben für sozial gerechte und sichere Arbeits- und Lebensbedingungen auch in den nächsten Jahrzehnten zu sorgen.

Praktikum in der FES Italien

Für interessierte Studierende besteht die Möglichkeit zur Absolvierung eines mehrmonatigen Praktikums bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Italien. Das Praktikum richtet sich an Studierende, die sich für die deutsch-italienischen Beziehungen im Kontext des europäischen Integrationsprozesses sowie der Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschafts- und Sozialpolitik interessieren und zudem die Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung im internationalen Kontext kennenlernen wollen.

Voraussetzungen für ein Praktikum sind:

  • Vorzugsweise ein Studium der Politik-, Sozial- oder Wirtschaftswissenschaften, mindestens im 3. Studienjahr, idealerweise mit BA-Abschluss
  • Sehr gute Deutsch- und Italienischkenntnisse
  • Zivilgesellschaftliches Engagement
  • Das Praktikum sollte grundsätzlich drei Monate dauern (bevorzugt im Frühjahr oder Herbst)
  • Fundierte Kenntnisse in gängigen Office-Anwendungen

Eine Bewerbung sollte folgende Unterlagen beinhalten:

  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Kurzes Motivationsschreiben
  • Informationen zu persönlichen Interessensgebieten
  • Hinweise zu bevorzugten Zeiträumen für ein Praktikum

Die FES zahlt eine Aufwandsentschädigung für die Dauer des Praktikums in einem der Auslandsbüros. Näheres hierzu finden Sie hier: Website.

Weitere Aufwendungen wie Flugkosten, Kosten für die Unterkunft Visagebühren, Tropentauglichkeitsuntersuchung u.a.m. werden von der FES nicht übernommen. Diese Kosten sowie auch die Kosten für Versicherungen (Auslandskranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung) müssen durch den/die Praktikant_in selbst getragen werden.

Wer sich für ein dreimonatiges Praktikum in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 interessiert, schickt seine/ihre Unterlagen bitte bis zum 30.6.26 an info.italy(at)fes.de.

Wer sich für ein dreimonatiges Praktikum in der ersten Hälfte des Jahres 2027 interessiert, schickt seine/ihre Unterlagen bitte bis zum 30.11.26 an info.italy(at)fes.de.

Friedrich-Ebert-Stiftung
Büro Italien

Piazza Adriana 5
00193 Rom
Italien

+39 06 82 09 77 90
info.italy(at)fes.de

Ansprechpartner:innen

Armin Hasemann
Büroleiter

E-Mail

Dr. Luca Argenta
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Pietro Ventriglia
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Julia Amaddeo
Assistentin, Organisation und Buchhaltung

E-Mail

FES International

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